HA I Hamburg mit Kindern

Das Deckengemälde von 1930mit Stern- bilddarstellungen kommt im neuen, deutlich größeren Foyer besser zur Geltung. nenglaube und Sternenkunde ihren Platz finden, die für die Planetariumseröffnung im Jahr 1930 konzipiert wurde. Von der Galerie aus gelangt man auch in den Sternensaal. Hier werden die Simulationen des Kosmos mit 40 Milli­ onen Bildpunkten auf der Innenkuppel des Hamburger Sternentheaters abgebil­ det. Schärfer kann man die Sterne nicht sehen! In puncto Bildschärfe spricht Kraupe auch von einem 8K-Bild (4K ent­ spricht der Ultra-HD-Auflösung neuer Fernseher). Verantwortlich dafür sind fünf Projektoren der jüngsten Generati­ on, die anstelle der zwei bisher genutz­ ten Geräte zum Einsatz kommen, sowie 20 neue Computer, die die Bilder für die Projektion erzeugen und acht alte Rech­ ner ersetzen. „Das Hamburger Sternentheater ist das weltweit erste Planetarium, das Veranstaltungen mit dreidimensionalen 8-K-Bildern in Kombination mit 3-D-Ton bietet“, freute sich Planetariums-Direk­ tor Thomas Kraupe bei der Eröffnung. Zudem hat der Sternensaal eine neue Laseranlage erhalten, die durch eine intelligente Farbmischung mehr als 16 Millionen Farbnuancen erzeugen kann, sowie eine neue Mediensteuerung und eine neue Beleuchtung. Das Programm des Planetariums ist heute um Lichtjahre vielfältiger, als in den eingangs zitierten 1950er-Jahren. Doch neben Science- und Musik-Shows oder speziellen Kinderprogrammen wie „Räuber Hotzenplotz und die Mondra­ kete“, „Kleiner Stern im großen All“ oder „Tabaluga und die Zeichen der Zeit“ gibt es auch heute noch die traditionelle Ster­ nenshow. Natürlich ist „Unser Kosmos“ heute technisch perfekter, pä- dagogisch ausgereifter als vor sechs Jahrzehnten – aber man könnte sie auch heute noch beschreiben, wie Rudolf Weschinsky im Jahre 1958: „Schließlich lädt der Astronom zu einer Welt­ raumfahrt ein, und einem wird bewusst, dass dieser Zauber ja nicht nur Ro­ mantik ist, dass wir davorstehen, uns in Raketen zu pressen, um zu den Sternen zu fliegen. Hier im Planetarium geht das ohne Vorbereitungen und im Bruchteil einer Sekunde. ,Wir begeben uns auf einen anderen Stern, der weit, weit von der Sonne und unserer Erde entfernt ist. Wir wollen ein­ mal sehen, wie sich unsere gute Erde von dort oben ausnimmt‘, sagt der Astronom. Ein Herzschlag nur – und man ist auf die­ sem Stern. Und man guckt auf die Sonne. Da also sind ihre Planeten – Mars, Jupi­ ter, Venus, Merkur und – unsere Erde. Die Erde sieht ganz bescheiden aus, und man will gar nicht glauben, dass so viel Vermessenheit auf ihr wohnt ... Dann geht auch die Nacht, zusam­ mengerafft in eine Stunde, vorbei. Im Osten zieht die Sonne auf. Langsam wird es wieder heller, die Sterne verblassen. Die Himmelskuppel wird wieder zur Saalkuppel. Man reibt sich die Augen: Wo ist man gewesen?“ de ausgehöhlt und der Eingangsbereich tiefergelegt. So wurde eine neue Etage mit mehr als 1200 Quadratmetern Fläche und einem siebenfach größeren Raumvo­ lumen im Foyer geschaffen. Der Zugang zum Planetarium liegt jetzt barrierefrei ebenerdig auf Stadtparkniveau. Vom modern gestalteten Foyer aus gelangt man über den neuen Aufzug zu der Aussichtsplattform auf dem Dach. Ein weiterer gläserner Aufzug sowie zwei neue, geschwungene Treppen führen auf die Galerie. Sie wird als Ausstellungs­ raum genutzt und wurde mit interaktiven Lerntischen und Großbildschirmen aus­ gestattet, an denen aktuelle Weltraum­ missionen verfolgt und neueste Bilder aus dem All analysiert werden können. Später soll hier auch die historische Bil­ dersammlung Aby Warburgs zu Ster­ Preise & Zeiten Eintritt Erwachsene 12 Euro; für 3-D-Shows kommt ein Preisaufschlag von 1,50 Euro hinzu. Programm + Infos: www.planetarium-hamburg. de/Veranstaltungen. Tickethotline 040/428 86 52 10. Zeiten: Di + Mi 13–20Uhr;Do13–22Uhr;Fr13–22.30 Uhr; Sa 13–22 Uhr; So 10– 20 Uhr, Linnering 1, 22299 Hamburg Hamburg mit Kindern 11

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