WP I Mein Leben

9 MEIN LEBEN ICH BIN EIN TEIL VON EUCH Technologien entwickeln kann, die dem Klimawandel entgegenwirken. Die Wirtschaft braucht mehr Vertrauen. Abschied von einer Lebensweise, wie wir sie kennen Die Region, in der ich lebe, und meine Familie haben mich natürlich stark ge- prägt. Ich bin sehr heimatverbunden, obwohl ich nicht weiß, ob ich immer hierbleiben werde. Dieser Unterschied zwischen Stadt und Land bei der Fra- ge nach einer ökologischeren Politik rührt auch daher, dass den Menschen auf dem Land meist bewusster ist, was eine radikal veränderte Politik konkret bedeuten würde: Den Abschied von der Lebensweise, wie wir sie kennen. Viele von denen, die in der Stadt woh- nen und aus gutbürgerlichen Verhält- nisse kommen, sind oft die, die bei den Friday for Future-Demonstrationen mitlaufen und sich das alles leisten können. Ich bin niemand, der mal ein dickes Auto fahren will. Ich würde aber auch niemanden verurteilen, der einen SUV hat oder einen Diesel – oder gar beides. Das liegt daran, dass ich ein Problem damit habe, den Leuten vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben zu leben haben. Wenn einer für ein Party-Wo- chenende nach Mallorca fliegt – bitte, warum denn nicht? Wenn einer mini- malistisch lebt und auf Nachhaltigkeit achtet – auch in Ordnung. Leben und leben lassen. Darum geht es doch. Demokratie lebt vom Konsens, aber im Moment habe ich den Eindruck, dass sich die Fronten zwischen den politi- schen Lagern immer weiter verhärten. Einander zuzuhören ist eine Form des Respekts, die ich mehr und mehr vermisse.“ (aufgezeichnet von Daniel Berg) „UNSERER GENERATION GEHT ES DANK DES EXORBITANTEN WOHLSTANDS SO GUT WIE KAUM EINER ZUVOR.“ ERIC STEINBERG

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